Hund liegt im Laub

Dem Hundewetter trotzen: So stärken Sie das Immunsystem Ihres Vierbeiners

Bei diesem Wetter jagt man keinen Hund vor die Tür – besagt eine Redewendung. Leider ist das nicht so einfach. Hunde müssen an die frische Luft, bei Wind und Wetter. Damit Ihre Fellnase in der kalten Jahreszeit keiner Erkältung zum Opfer fällt, haben wir ein paar Tipps, wie man dem vorbeugen und das Immunsystem stärken kann.

Das nasskalte Wetter zollt seinen Tribut – das Niesen und Husten in unserer Umgebung nimmt nach und nach zu. Doch nicht nur wir selbst müssen uns vor Viren und Bakterien schützen, auch Hunde können sich erkälten. Besonders dann, wenn sie schon älter sind oder gerade eine Krankheit hinter sich haben und das Immunsystem nicht so arbeitet, wie es sollte.

Um dem vorzubeugen, sollte man zuerst wissen, dass 70 Prozent der körpereigenen immunkompetenten Zellen im Darm angesiedelt sind. Die Abwehrkraft des Immunsystems beruht also zu einem großen Teil auf der Darmgesundheit. Das bedeutet: die Gesundheit Ihres Vierbeiners steht und fällt mit der Ernährung.

Natürlich ist gesunde Ernährung bei Hunden ein „weites Feld“, das wir hier nicht ausführlich behandeln können. Grundsätzlich wichtig ist aber, dass das Futter hochwertig ist und zu den individuellen Ansprüchen des Tieres passt. Bei der Ernährung sollte nicht gespart werden – was man hier weniger ausgibt, schlägt sich letzten Endes nur in den Tierarztkosten nieder.

Schlafende Hunde soll man nicht wecken

Ein weitere Faktor, der beeinflusst, wie gut Infekte abgewehrt werden können, ist das Stresslevel Ihres Vierbeiners. Bei Stress steigt der Cortisolspiegel und schwächt das Immunsystem. Aber was stresst einen Hund? Hierzu muss man wissen, dass Hunde von Natur aus ein sehr hohes Schlafbedürfnis haben, das vielen Rassen jedoch mit der Zeit „abgezüchtet“ wurde, damit sie als Familienhunde immer aktiv mit dabei sind.

Golden Retriever Welpe schläft
Hunde brauchen ihren Schönheitsschlaf.

Tatsächlich müssen Hunde aber 17-20 Stunden pro Tag schlafen. Dabei dösen sie zwar mehr, als dass sie wirklich in den Tiefschlaf kommen – aber diese Auszeiten sind nötig, damit das Tier ausgeglichen und entspannt bleibt. Hunde sind allerdings oft nicht selbst in der Lage, sich Ruhe zu gönnen – sie sind wie Kinder, die schlafen müssen, aber nicht ins Bett wollen. So lange noch etwas Spannendes passiert, werden sie sich auch nicht ins Körbchen kuscheln.

Für Ruhe und Entspannung sorgen

Man muss also selbst dafür sorgen, dass die Fellnasen ihren Schönheitsschlaf bekommen. Dafür muss regelmäßig eine ruhige Atmosphäre geschaffen werden, in der der Hund nicht von äußeren Reizen zum Wachbleiben animiert wird. So kann man seinem Hund wieder beibringen, sich zu entspannen und runterzukommen.

Schäferhund schläft mit lila Spielball auf dem Sofa
Manchen Hunden muss man beibringen, sich zu entspannen.

Genauso wichtig ist es jedoch, einen Hund körperlich und geistig zu fordern – ohne ihn zu überfordern. Denn auch eine gesunde Auslastung verstärkt das allgemeine Wohlbefinden, senkt das Stresslevel und sorgt somit für starke Abwehrkräfte. Bei langen Spaziergängen oder Spielen im Freien sollte im Herbst und Winter allerdings darauf geachtet werden, dass die Vierbeiner nicht frieren. Manche Rassen sind auf Hundebekleidung angewiesen – wann das sinnvoll ist, lesen Sie im Blogartikel „Hundebekleidung – sinnlos oder sinnvoll?“.

Mit natürlichen Mitteln nachhelfen

Wenn Sie merken, dass das Immunsystem schon angeschlagen ist, empfiehlt es sich, das Futter auf natürlichem Wege zu ergänzen und damit die Abwehrkräfte wieder auf Vordermann zu bringen. Hilfreich sind zum Beispiel Zusätze wie Knoblauchgranulat, Hagebuttenschalen oder Wolfsblut Immusan.

Hund frisst Nassfutter aus Napf
Die Gesundheit des Hundes steht und fällt mit der Ernährung.

Auch wenn die Erkältung schon da ist, können diese Mittel die Genesung unterstützen. In diesem Fall sollten Sie aber zusätzlich darauf achten, dass Sie Ihrem Hund besonders viel Ruhe gönnen, auf ausufernde Spaziergänge verzichten und ihn auch nicht neben dem Fahrrad herlaufen lassen. Wenn die Symptome sich nicht schnell verbessern, sollten Sie in jedem Fall den Tierarzt aufsuchen.

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