Französische Bulldoggen beim Gassigehen

Der kleine Knigge für Hundehalter

Benimmregeln erleichtern das gesellschaftliche Miteinander enorm – das gilt natürlich auch für Hundehalter. Aus diesem Grund haben wir diesen kleinen Knigge zusammengestellt. Mit etwas Respekt und Freundlichkeit gestaltet sich das (Hunde-)Leben doch gleich viel einfacher.

1. Häufchen aufsammeln

Seien wir ehrlich – der erste Punkt dieser Liste sollte eigentlich selbstverständlich sein. Nichtsdestotrotz passiert es nicht selten, dass wahllos verteilte Häufchen die Gehwege in ein Minenfeld verwandeln. Und kaum etwas ist ärgerlicher, als sich dann zuhause die Hinterbliebenschaften anderer Hunde unter dem Schuh wegkratzen zu müssen. Deshalb ist die Knigge-Regel Nummer 1: die Häufchen des eigenen Hundes müssen mit einem Kotbeutel eingesammelt und ordnungsgemäß entsorgt werden.

2. Hund im Falle eines Falles an die Leine nehmen

Kommt einem ein angeleinter Hund mit seinem Herrchen entgegen, gebietet es die Höflichkeit, die eigene Fellnase anzuleinen oder zumindest zu sich zu holen. Es könnte schließlich gute Gründe haben, wieso der andere Hund nicht frei herumläuft und gerade nicht mit anderen Hunden in Kontakt kommen soll: Er bzw. sie könnte zum Beispiel krank oder läufig sein. Vielleicht steckt er auch gerade mitten in einer Trainingseinheit – und sollte dabei nicht gestört werden, sonst ist der angestrebte Lerneffekt passé.

Angeleinte Hunde schnuppern aneinander.
Lässt man fremde Hunde am eigenen Vierbeiner schnuppern, wenn er angeleint ist, ist das ein Eingriff in die Komfortzone des Tieres.

3. Kein Sozialkontakt an der Leine

Der Sozialkontakt zu anderen Hunden ist tabu, solange sie an der Leine geführt werden. Der Leinenbereich ist für den Hund ein privater und geschützter Bereich, in dem andere Hunde nichts zu suchen haben. Lässt man seinen Vierbeiner regelmäßig angeleint von anderen Hunden beschnuppern, gefährdet man das Vertrauensbasis zu seinem Tier.

Verstehen sich zwei Hunde gut und möchte man sie miteinander toben lassen, kann man sie ja nach Absprache im geschützten Raum ableinen. Auf die Art können sich die Hunde dann ordentlich austoben – ganz ohne Leinenradius.

4. Den Hund nicht auf fremde Menschen zurennen lassen

„Der tut doch nichts“ mag ja oft stimmen – Menschen, die Angst vor Hunden haben, wird diese Aussage jedoch wenig beruhigen. Und dabei ist es vollkommen egal, ob es sich um einen ausgewachsenen Rottweiler oder einen kleinen Chihuahua handelt. Es ist wichtig, die Komfortzone anderer Menschen (und natürlich auch Hunde) zu respektieren und seinen Vierbeiner nicht einfach auf Fremde zulaufen zu lassen, die sich möglicherweise erschrecken oder das schlichtweg als störend empfinden könnten.

Hund rennt im Herbst.
Auch ohne Leine sollte man seinen Hund immer unter Kontrolle haben.

5. Den Hund immer im Auge behalten

Wer seinen Hund frei laufen lässt, sollte darauf achten, dass er nie aus dem Blickfeld verschwindet. Wer seinen Vierbeiner nicht sieht, kann ihn schließlich im Falle eines Falles auch nicht zur Ordnung rufen. Außerdem bekommen viele Menschen weiche Knie, wenn sie einen Hund ganz ohne Herrchen oder Frauchen herumlaufen sehen.

6. Keine fremden Hunde füttern

Immer wieder kommt es vor, dass Hundebesitzer ihren Leckerli-Beutel zücken und meinen, fremde Hunde damit verwöhnen zu müssen. Das gehört sich jedoch aus mehreren Gründen nicht: Zum einen könnte der eigene Hund eifersüchtig werden. Sobald Futterneid entsteht, kann die Situation brenzlig werden. Darüber hinaus füttert jeder sein Tier so, wie er es für richtig hält. Da sollte man nicht in die Ernährung hereinpfuschen – mal ganz abgesehen von möglichen Unverträglichkeiten oder Allergien.

Hund an der Leine wird gestreichelt
Egal, wie sehr es einem in den Fingern juckt – fremde Hunde sollte man nicht füttern.

7. Ballspiele nur mit Abstand zu anderen Hunden

Manchmal stößt man auf Leute, die es für nötig halten, dort einen Ball zu werfen, wo auch andere Hunde herumtollen – da ist der Ärger schon vorprogrammiert. Schließlich ist es logisch, dass sich nicht nur der eigene Vierbeiner für das Spielzeug interessiert. Wer also im Freien mit seinem Hund spielt, sollte immer einen gewissen Abstand einhalten, um schwierigen Situationen vorzubeugen.

8. Knigge-Regeln fürs Restaurant

In vielen Cafés oder Restaurants sind auch Hunde willkommen. Das ist für Herrchen oder Frauchen zwar eine große Erleichterung – erfordert aber auch eine gewisse Etikette. Deswegen hier unsere Knigge-Regeln: es sollte darauf geachtet werden, dass der Hund auf keinen Fall im Weg liegt. Es wäre schließlich sehr unangenehm (für Hund UND Mensch), würde jemand über ihn stolpern. Außerdem dürfen Vierbeiner nicht am eigenen und schon gar nicht am fremden Tischen betteln – das gehört sich einfach nicht.

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